Medaillen und Finalplätze: Nienburger Nachwuchs beim Tiger Cup 2026 erfolgreich

Mit dem Tiger Cup 2026 schafft der Niedersächsischer Sportschützenverband eine attraktive Plattform für den Schützennachwuchs. Ziel des Wettbewerbs ist es, junge Talente frühzeitig an den Wettkampfsport heranzuführen und ihre sportliche Entwicklung gezielt zu fördern.

Das Konzept überzeugt: In einer Vorrunde mit drei Wettkämpfen auf den heimischen Schießständen sammeln die Teilnehmer erste Erfahrungen, bevor die besten Schützinnen und Schützen jeder Klasse zum großen Finale an den Bundesstützpunkt nach Hannover einziehen. Dort wartet mit dem Endkampf der sportliche Höhepunkt der Serie.

Geschossen wird in verschiedenen Altersklassen – von den jüngsten Lichtpunktschützen bis hin zu Jugend- und Juniorenklassen. Die Disziplinen reichen vom Lichtgewehr und der Lichtpistole bis zu Luftgewehr und Luftpistole. Je nach Wettbewerb sind zwischen 20 und 60 Schuss zu absolvieren, teilweise auch in anspruchsvollen Dreistellungswettkämpfen.

Auch der Schützenkreis Nienburg / Weser e.V. war mit mehreren Nachwuchstalenten vertreten – und das mit beachtlichem Erfolg. Besonders stark präsentierte sich das Team aus Doenhausen, das sich gleich vier Startplätze im Finale sichern konnte.

Felix Löwen

Herausragend war dabei Felix Löwen: In der Disziplin Lichtpunktgewehr belegte er in der Schüler-II-Klasse mit 199,4 Ringen einen starken 4. Platz – denkbar knapp nur 0,1 Zehntelring hinter dem Podium. Auch wenn es nicht ganz für eine Medaille reichte, sicherte er sich damit die Startberechtigung für den Norddeutschlandcup 2026 in Feucht (Nähe Nürnberg) Noch besser lief es für ihn mit der Lichtpunktpistole: Mit 180,0 Ringen holte er sich Platz 2 und damit die Silbermedaille.

Seine Vereinskameradin Martha Gowitzke zeigte ebenfalls großen Einsatz und startete mit starken 94,8 Ringen. Allerdings musste sie – wie auch Felix – auf ein Leihgewehr zurückgreifen, da die Vereinsgewehre technisch nicht kompatibel mit der Anlage im Landesleistungszentrum waren. Das ungewohnte Sportgerät führte zu erheblichen Schmerzen, was sich in der zweiten Wettkampfhälfte bemerkbar machte, und zu einem Absturz um 20 Ringe führte.

Abby Nienuhr

Für ein weiteres Ausrufezeichen sorgte Abby Niebuhr: In der Jugendklasse der Luftpistole setzte sie sich mit 343 Ringen durch und sicherte sich ebenfalls die Silbermedaille.

Auch die jüngsten Teilnehmer aus der Region sammelten wertvolle Erfahrungen: Für den Schützenverein Steimbke gingen mehrere Lichtpunkt-Kids an den Start. In der Schüler-III-Klasse belegte Leni Vich Platz 11, gefolgt von Mia Ungemach (Platz 15) und Marie Krumwieder (Platz 25). In der Schüler-II-Klasse erreichte Mia Sophie Buschhor aus Warmsen Platz 23.

Finja Cordes

Der Schützenverein Hämelhausen-Hohenholz war mit Enna Meinke in der Juniorenklasse des Luftgewehrs vertreten und belegte Platz 15. Besonders knapp am Podium vorbei schoss Finja Cordes mit der Luftpistole – sie erreichte einen starken 4. Platz.

Der Tiger Cup zeigt einmal mehr, wie wichtig solche Wettbewerbe für die Nachwuchsarbeit im Schießsport sind. Er verbindet niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten mit einem echten Wettkampf-Highlight – und bietet jungen Talenten die Chance, über sich hinauszuwachsen und erste große Erfolge zu feiern.

Text und Fotos: Ina Müller